Mexiko – Bundesstaaten CHIAPAS, VERACRUZ, TABASCO, CAMPECHE, YUCATAN und QUINTANA ROO

04.07.2015 – Adios! – Guatemala                                                                        

Ausreise: – Die Hauptstraße führt uns durch den Ort La Masilla – Schranke durchfahren – ein paar Meter weiter – linke Seite ein weißes Gebäude vor einem Torbogen mit einem Eisentor.                                                                                                                          Achtung! – Viele Wechsler: – Quetzales (GTQ) in Pesos  (MXN) – nach dem aktuellen Kurs fragen.

Zoll (Aduana)/Fahrzeugein-, ausfuhr: – Gebäude linke Seite (rechts ist eine Bank) – offener Schalter – vom Fahrzeughalter den Pass, Führerschein, Zulassung und die Autozulassung – Formular A4 „temporären Einfuhrerlaubnis“ sowie die Kopien übergeben – der Zöllner überprüft die Daten mit  dem Fahrzeug – Aufkleber entfernen (wollte niemand).

Migracion: – um die Bank laufen – rechte Seite im Gebäude – am Schalter Pass übergeben – Beamter trägt im Computer aus und stempelt die Ausreise in den Pass. Wichtig! – Datum überprüfen.

Buenos dias! – Mexiko 

Einreise:  Torbogen durchfahren – dahinter rechte Seite – mexikanischer Zöllner kontrolliert den Pass und das Fahrzeug.

Furmigationsstelle/Desinfektion: – drei Meter weite – gelber Schlauch – 65 Pesos – man erhält eine Quittung.                                                                                                     Wichtig! – für die Autozulassung.

Zoll (Aduana)/Fahrzeugein-, ausfuhr: – Die Einfuhr (Banjercito)des Fahrzeugs muß in 10 Jahren nur einmal beantragt werden – unsererseits waren keine zusätzlichen Formalitäten zu erledigen, da wir bereits im Hafen von Pichiliugue/Baja California alles erledigt hatten, bevor wir mit der Bajaferries aufs mexikanische Festland übersetzten.

Migracion: – Fünf Kilometer weiter – rechte Seite weißes Gebäude – im Gebäude rechts  – am Schalter den Pass übergeben – man erhält  mit dem Pass die Touristenkarte – Formulare „Forma Migratoria Multiple (FMM)“ – selber ausfüllen – Einreisegebühr: 306 Pesos/Person – kann an diesem Grenzübergang nicht bezahlt werden –  nur bei Ausreise – nochmal den Pass mit der ausgefüllten Touristenkarte „FMM“ übergeben – Beamter trägt alle Daten in den Computer ein und stempelt die Einreise in den Pass – man erhält den Pass und die Touristenkarte „FMM“ für erneute 180 Tage Aufenthalt.                                                                                                                   Wichtig! – Datum überprüfen 

– Vor dem Verlassen der Grenzstation überprüft ein Zöllner nochmal den Pass mit der Touristenkarte „FMM“, Autozulassung (Banjercito),  Fahrzeug und stellt Fragen nach Drogen, Alkehol usw.                                                                                                  Wichtig! – Touristenkarte „FMM“ gut aufheben- muss bei Ausreise an der Grenze abgegeben werden und die Autozulassung (Banjercito) gut aufheben- muss bei Ausreise vorgezeigt werden.

Die Ausreise aus Guatemala ging unkompliziert und freundlich, die Einreise nach Mexico fast unkompliziert und nicht so freundlich.

Unser Aufenthalt in Mexiko wird ca. drei Monate dauern und geht nochmal durch die Bundesstaaten Chiapas, Veracrus, Villahermosa, Campeche, Yucatan und Quintana Roo. Danach weiter durch die sogenannte CA4-Region – Guatemala/El Salvador/Honduras/Nicaragua -, Rosta Rica in Richtung Panama.

2015-07-14 20.15.26

.. Lagos de Colon

 

Im Bundesstaat Chiapas biegen wir von der Hauptstraße, ein paar Kilometer hinter der guatemalkischen Grenze, rechts nach Ejido Christobal Colon zum Lagos de Colon ab. Diesen tollen Freizeitpark (Eintritt: 20 Pesos/P, N 15.82631° W 91.89683°, Toiletten vorhanden, aber geschlossen, „Restaurant Familiar Christian“ gut und günstig) bilden 3 Quellen, 3 Flüsse und 44 Lagunen. Fahren in Richtung „Zona Arqueologia“, durchqueren 2 Flüsse und stellen uns rechts von den eingezäunten Grillplätzen mit Palapas (nach allen Seiten offene Unterstände) auf die kleine Wiese an den zweiten Fluss. Bleiben hier vier Nächte frei stehen, nutzen die Zeit zum Schwimmen und besuchen die nicht sehr weit entfernten Maya-Ruinen (Entfernung: ca. 1 1/2 Kilometer). Auch besteht die Möglichkeit mit dem Auto weiter bis zum dritten Fluss zu fahren um dort zu campen oder diesen zu durchqueren.

... Lagos de Colon ...

… Lagos de Colon …

 

 

 

 

 

... Maya-Ruinen ...

… Maya-Ruinen …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... San Christobal ...

… San Christobal …

 

Zurück auf die Mex 190 geht es über Comitan de Dominguez nochmal nach San Cristobal de las Casas in 2100 Höhe. Übernachten hier frei und etwas laut neben einer Banorte (Bank) sicher auf dem Parkplatz vor Chedraui. Hinter San Cristobal de las Casas liegen Dörfer der Tzotziles und Tzeltales (Hochlandmaya), übersehen links den Abzweig nach Zinacantan und fahren weiter in Richtung San Juan Chamula. Bemerken etliche Kilometer später unseren Irrtum, fahren die bereits gefahrene Strecke zurück, aber diesmal in die richtige Richtung.

2015-07-19 20.35.12

… unseren Irrtum …

 

 

 

 

 

 

 

2015-07-19 21.00.47

… Zinacantan, sehen Frauen …

 

Durchfahren das Dorf Zinacantan, sehen Frauen in ihren wunderschönen bunten, bestickten Trachten und Männer in langen hellen Hemden, weiter ins Hochland und auf einer engen vom Regen aufgeweichten Gravel-Road in Harnadelkurven wieder tief runter in ein Tal.

2015-07-19 21.26.48

… aufgeweichten Gravel-Road ..

 

 

Fahren durch die Berge mit viel Blumen- und Gemüseanbau bis nach Ixtapa auf die Mex 195. 13 Kilometer weiter Richtung Golfo de Mexico biegen wir in Soyalo auf eine Gravel-Road quer durch die Berge ab.

 

 

2015-07-19 21.27.26

… Gravel-Road …

 

 

 

 

 

 

 

Treffen später auf eine Asphaltstraße, fahren diese runter nach Chicoasen, über Copainala (übernachten auf Nachfrage frei und ruhig an einer Pemex-Tankstelle direkt an der Hauptstraße) und biegen hinter Tecpatan links nach Raudales auf die Autopista D145 (Caseta: 60 Pesos/Auto) in den Bundesstaat Veracruz ab.

2015-07-20 22.35.19

… Autopista D145 …

 

Vor Coatzacoalcos trifft die Autobahn D145 auf die Autobahn 180, verlassen die Autobahn D145 (Caseta: 60 Pesos/Auto), nehmen beim Abzweig nach Coatzacoalcos die Umgehungsstraße nach Minatitlan, fahren hinter Minatitlan auf die Landstraße Mex 180 libre (frei) Richtung Acayucan.

2015-07-21 18.10.22

… verlassen die Autobahn D145 …

 

 

 

 

 

 

 

2015-09-04 14.12.33

… mitten in Mexicos Erdölland …

 

Hier, einstig Siedlungsgebiet der Olmeken, ist man mitten in Mexicos Erdölland mit Raffinerien und Tanklagern. Vor Cosoleacaque geht es rechts auf die Mex 45, durchfahren Oteapan und Chinameca, biegen wieder rechts ab, fahren über Huazuntlan, Tutahuicapan und hinter Pajapan noch 11 Kilometer bis an den Golfo de Mexico.

2015-07-21 20.52.45

… bis an den Golfo de Mexico.

 

 

 

 

 

 

 

 

2015-07-22 18.57.44

… an der Playa …

 

Mehrere Gaststätten mit vielen Palapas befinden sich hier und an der Playa (Strand) liegen einige Fischerboote. Am Wochenende ist es recht voll aber an den restlichen Tagen sehr ruhig. Stehen hier frei und ca. 20 m vom Wasser entfernt, bei ca. 30° in der Sonne, leichtem angenehmen Wind, gehen im warmen, klaren Wasser und nicht sehr hoher Brandung baden. Kaufen den Fischern frisch gefangene Fische (1 Kilo/50 Pesos/2,90 EUR) ab, die uns sehr gut munden. Kommen mit den Menschen manchmal ins Gespräch, da sich jemand für unseren Unimog interressiert, dann geben wir gerne Auskunft.

... Sonnenuntergang ...

… Sonnenuntergang …

 

 

 

 

 

 

 

Nach 11 Tagen zieht es uns weiter, fahren zurück auf die Mex 180 libre bis nach Acayucan. Folgen rechts bei Acayucan der Mex 180 libre, hier windet sich die Straße hiauf in die Berge bis nach Catemaco am gleichnamigen SeeDer von Thermalquellen gespeiste Lago de Catemaco, der von vulkanischen Hügeln, die das Gestein lieferten, aus dem die Olmeken die kolossalen Köpfe schlugen, ist unser Ziel. Von den nördlichen Ausläufern des Regenwaldes sind die Hänge bedeckt. Die Gegend soll in mehrfacher Hinsicht magisch sein. Brujos und Brujas (Zauberer und Hexen) sollen sich die Vielfalt an Heilkräutern die um den Lago de Catemaco wachsen zunutze machen und jährlich im März zum „Hexentreffen“ zusammenkommen.

... Tepetapan RV Park ...

… Tepetapan RV Park …

 

Fahren in Catemaco auf den Tepetapan RV Park, N 18.41906° W 095.12156°, 250 Pesos/Nacht, WiFi, große Wiese, viele Mangobäume, Badepool, warme Dusche mit Toilette. Für einen Monat zahlen wir pauschal 3300 Pesos. Bis zur Hauptstraße sind es zwei Minuten, linke Seite gibt es mehrere Einkaufsmöglichkeiten und rechte Seite Richtung Lago de Catemaco links ins Centro ist es auch nicht weit zu laufen

... Lago de Catemaco

… Lago de Catemaco

 

 

 

 

 

 

 

... Zocalo ...

… Zacalo …

 

Um dem Zacalo mit der schmucken Kirche stehen Stände mit Devotionalien (Gegenstände die der Andacht und Frömmigkeit dienen sollen).

 

 

2015-08-04 11.41.07

… schmucken Kirche …

 

Catemaco selbst hat außer dem Lago de Catemaco nicht viel zu bieten. Durch die Regenzeit, am Tag öffter mal kräftige Gewitter mit viel Regen, ist das Wetter sehr abwechslungsreich. Wenn die Sonne scheint ist es sehr warm und durch die hohe Luftfeuchtigkeit auch sehr schwül. Es ziehen Wolken auf, Gewitter bilden sich und es beginnt zu regnen. Der Platz am Fluss mit dem Bergwald im Hintergrund, mit seinen großen dunkelgrünen Mangobäumen, üppigen und blühenden Pflanzen ist sehr schön. Stehen die meiste Zeit allein hier, sehen am Tag viele weiße Reiher vorbeifliegen, sehen grau-braune Eichhörnchen, viele Geier über uns kreisen, bunte große Schmetterlinge und andere Vögel. Das Mexiko sehr laut kennen wir ja schon, denn auch hier fahren Autos mit lauter Musik und Werbung aus großen Lautsprechern rum, überall schallt laute Musik, laute Böller werden abgeschossen und alles andere ist mal eine Ausnahme. Nutzen die Zeit unseren Unimog einen neuen Anstrich zu verpassen, unseren Aufbau (Wohnraum) auf vorderman zu bringen, surfen im Internet und legen neue Routen fest.

2015-09-01 13.00.52

— La Yungla

 

Es ist der 01. September, verlassen Catemaco um an den obersten Zipfel des Lago de Catemaco bis nach La Yungla,       N 18.26671° W 095.04052°, Campground mit Cabanas – 80 Pesos/Person mit Auto,  zu fahren. Von der Hauptstraße rechte Seite gabelt sich die enge Anfahrt durch den Dschungel – linke Anfahrt nehmen – rechte Anfahrt geht zum Park Uaueiyaga -Reserva natural ecoturistica de desarollo sustentable-, großes privat Grundstück direkt am Lago de Catemaco, große Wiese mit vielen Bäumen, großer Pool zum Baden direkt am Restaurant, Wasserrutsche für Kids, heiße Duschen und Toiletten, viele Tiere und sehr ruhig. Suchen uns einen schönen Stellplatz und schlendern über das Grundstück mit wunderschöner Aussicht über den Lago de Catemaco. Hören gegen Nachmittag ein Gewitter und am Abend Brüllaffen. Beim Abendessen draußen sehen wir große und kleine bunte, verschiedene Vögel über uns in den schönen, hohen Bäumen. Es wird dunkel, beim zirpen der Zikaden gehen wir schlafen und in der Nacht zieht wieder mal ein heftiges Gewitter mit kräftigem Regen über uns hinweg.

... La Yungla ...

… La Yungla …

 

 

 

 

 

 

... La Yungla ...

… La Yungla.

Vögel wecken uns am frühen Morgen, der feucht und bereits drückend ist. Langsam kommt die Sonne aus den Wolken und beim Frühstück können wir wieder die bunten Vögel und Kolibris über uns in den Bäumen beobachten. Nachdem alles weg- und aufgeräumt ist, uns mit Moskitospray von oben bis unten eingesprüht (hier beißen nicht nur die Mücken sondern auch die Fliegen) und dementsprechende Kleidung angezogen haben, gehen wir zu Fuß durch den Dschungel den Park Uaueiyaga -Reserva natural ecoturistica de desarrollo sustentable- besuchen.

... Park Uaueiyaga ...

… Park Uaueiyaga …

 

 

 

 

 

 

 

... Park Uaueiyaga ... - na wo ist das Krokodil?

… Park Uaueiyaga … – na wo ist das Krokodil?

 

Vom Parkplatz, führt uns am Eingang ein kleiner Pfad zu den Tortunga (Schildkröten) die wir nicht sehen, Cocodrilo (Krokodilen) und zu einem Restaurant mit Souvenirständen runter zum Lago de Catemaco mit atemberaubener Aussicht. Angelockt durch lauten Spektakel, sehen wir hoch oben in den Baumkronen mehrere große, rote Papageien.

 

 

 

2015-09-02 09.47.24

… zurück durch den Dschungel …

 

Wieder zurück durch den Dschungel zu unserem Fahrzeug zu laufen ist schön. Wenn leichter Wind aufkommt hören wir Wasser von den Bäumen tropfen, sehen eine kleine Schlange die schnell im Unterholz verschwindet, große blaue Schmetterlinge die weiterfliegen und Sonnenstralen lassen den Dschungel wunderschön erscheinen. Der kurze Spaziergang hat uns gut getan. Am Nachmittag ziehen Wolken auf und wir hören fast wie jeden Tag weit weg ein Gewitter. Etwas später kommt wieder die Sonne durch und von weitem hören wir Brüllaffen. Gegen späten Nachmittag sind die Laute der Brüllaffen ganz in unserer Nähe. Ich mache die Laute der Brüllaffen nach und Axel geht mit der Kamera auf die Suche. Er hat Glück, weit obem in den ohen Bäumen sieht er ein großes Männchen. Mit dem Teleobjektiv kann er es ganz nah aufnehmen. Zu meinem Bedauern ist es mit meinem Handy leider nicht möglich und so kann ich zu diesem Beitrag kein Bild einstellen. Bevor wir den schönen Platz am Lago de Catemaco nach zwei Nächten verlassen, verabschieden wir uns herzlich und Axel springt nocheinmal kurz in den jetzt bereits vollen Pool, der vor mehreren Tagen gerade gereinigt wurde.

... La Yunla

… La Yungla

 

 

 

 

 

 

 

... durch den Dschungel ...

… durch den Dschungel …

 

Zurück durch den Dschungel geht es immer am Lago de Catemaco entlang und später durch eine Hügellandschaft mit Maisanbau und Weideflächen bis wir wieder auf die Mex 180 treffen. Die Straße bringt uns zurück in das große Öl-Industriegebiet nach Coatzacoalcos, hier bleiben wir vor Soriana, N 18.08646° W 94.28394°, eine Nacht frei und ruhig stehen. Wieder unterwegs, kaufen wir in einem Home Depot (Baumarkt) Leisten, Scharniere und Schrauben.

 

...

… Hügellandschaft mit Maisanbau …

 

2015-09-04 14.12.33

… Öl-Industriegebiet …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erreichen den Bundesstaat Tabasco und fahren auf der Hauptstraße weiter bis zum rechten Abzweig nach La Venta Richtung Golfo de Mexico. Fahren die asphaltierte Straße die später in eine Gravel-Road übergeht links zwischen Golfo de Mexico, rechts Laguna el Carmen und Laguna Machona, bis wir einen geeigneten Stellplatz, N 18.23111° W 93.36347°, 4×4 erforderlich, für die Nacht am Golfo de Mexico finden, kurz vor Paraiso. Durchfahren ein Stück Palmenhain um an den Strand zu kommen. Hier bauen wir gemeinsam eine Tür zum Schutz gegen Moskitos und Fliegen für den Einstieg. Nach zwei Nächten geht es zurück auf die Gravel-Road.

 

2015-09-06 09.20.11

… Stellplatz am Golfo …

 

 

 

 

 

2015-09-05 16.46.03

… Tür gegen Moskito und …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Paraiso angekommen bunkern wir im Supermarkt Lebensmittel. Die Ausfahrt befindet sich gleich an einer unübersichtlichen Kreuzung, sehen keine rote Ampel leuchten und fahren als Rechtsabbieger los. Werden kurz darauf von einem Polizisten auf einem Motorad an die Seite gewunken. Er will die Fahrerlaubnis sehen, angeblich haben wir bei Rot nicht gestoppt. Uns ist keine rote Ampel aufgefallen, sagen immer „No espanjol“ und „Si stopp“. Wir sind uns keiner Schuld bewußt, bei „Rot“ gefahren zu sein. Er zögert eine Weile, gibt uns die Fahrerlaubnis zurück und sagt „No problemo“. Mit „Muchas gracias“ bedanken wir uns fahren weiter. 2015-09-07 17.14.30 Immer am Golfo de Mexico entlang, geht es über zwei lange Brücken – 70 Pesos/65 Pesos – die links den Golfo de Mexico mit der rechten Laguna Mecoaca verbinden. Erreichen die Mex 180 die uns weiter in den Bundesstaat Campeche führt. In Ciudad del Carmen stellen wir uns für eine Nacht auf den Parkplatz vor dem Wal Mart, N 18.38758° W 91.03086°. Ausgeruht bringt uns die Mex 180 zwischen Golfo de Mexico und der sehr großen Laguna de Terminos bis weit hinter Isla Aguada. Finden einen freien Stellplatz für eine Nacht am Golfo de Mexico, N 19.04698° W 91.03086°. Nach einer wohltuenden Nacht zurück auf die Mex 180 über Champoton, biegen wir hinter El Sol auf die Mex 261 ab.

Ziel sind die Ruinen von Edzna – Eintritt: 52 Pesos/Person -. Vor mehr als 2000 Jahren erbaut ließen die ersten Bewohner Kanäle zur Be- und Entwässerung des Geländes zu. Später, zwischen 300 und 900 n. Chr., wurde das Kanalsystem raffinierter ausgebaut, um eine Großstadt mit bis zu 70 000 Menschen zu versorgen. Mittelpunkt der Stadt ist das „Gebäude der fünf Stockwerke“. Ehe man vor dem eindrucksvollen Edificio de Cinco Pisos steht,muss man von der Plaza Principal aus, erst eine breite Treppe zur „Großen Akropolis“ erklettern. Eine Treppe, etwa 20 Meter hoch, ist wie ein Band über die ganze Front gelegt. Ein Bogengang – der berühmte Maya-Bogen – führt auf den einzelnen Terassen unter der Treppe hindurch. Die Stockwerke nehmen nach oben eine immer kleinere Grundfläche ein. Das Heiligtum auf der obersten Terasse wird überragt von einem sechs Meter hohen Dachkamm und war einst mit Stuckfiguren geschmückt. Diese Figuren oder Masken haben später der Stätte den Namen gegeben: Edzna bedeutet soviel wie „Das Haus mit dem Gesicht, das Grimassen mit der Nase schneidet“. Die Sonne brennt unbarmherzig, es gibt kaum ein schattiges Plätzchen und die Moskitos sind sofort da. Es ist zu heiß um die Anlage richtig zu genießen, daher verlassen wir nach ca. 1 Stunde Edzna und fahren ein Stück zurück bis nach Campeche. Auf dem großen Parkplatz vor der Altstadt und dem Hotel Baluarte (hohes blaues Glasgebäude), N 19.50708° W 90.32400°, am Golfo de Mexico übernachten wir. Wir kennen zwar schon die Altstadt und wollen gerade nochmal reingehen, da zieht ein Gewitter auf. Sind kaum 100 Meter weit gekommen, fängt es an zu schiffen und wir kehren unfreiwillig um. Stehen in der Nähe vom Hotel Baluarte und haben wenigstens  frei WiFi (Passwort holen). Autos wecken uns am frühen Morgen, nach dem Frühstück und Waschen sehen wir zu, dass wir den Parkplatz verlassen, da sonst die Möglichkeit besteht zugeparkt zu werden. Immer die Mex 180 lang geht es in den Bundesstaat Yukatan bis nach Merida. Die große Stadt hat nicht viel zu bieten, wir suchen den     Walmart, N 21.02282° W 89.36204°,stellen uns unter einen kleinen Baum frei auf den Parkplatz für eine Nacht. Am nächsten Tag, die Nacht war ruhig, gehen wir nochmal uns Geträke und Obst holen. An der Kreuzung (Hauptstraße) biegen wir in Richtung Puerto Progreso auf die Mex 178 ab. Biegen links bei Baca ab und fahren wieder an den Golfo de Mexico auf die Yuc 27. Unterwegs, beim durchfahren der flachen La. Rosada, sehen wir von der linken und rechten Seite der Straße „Rosa Flamingos“ auf kleinen Sandinseln stehen bzw. durch das flache Wasser laufen.

Etwas später bringt uns die Yuc 27 kurz vor Telchac Puerto, N 21.20198° W 89.20201°, an den Strand am Golfo de Mexico. Stellen uns etwas oberhalb in den Dünen mit schönem Blick über das Wasser und den Strand. Früh und abends kommen die Mexikaner mit mehreren Eimern, Kühlboxen,Netzen, Wurfangeln (Rolle), Haken, Kächern und kleinen Booten um von Land aus Kalmare, Fische und Langusten zu fangen. Auch sehen wir viele Fischerboote die ihr Glück versuchen. Zweimal kommt die Polizei nach uns sehen, ob alles in Ordnung ist. Die Mexikaner sind sehr zurückhaltend und nur einige kommen mal ein paar Worte wechseln. Nach mehreren Tagen fahren wir die Yuc 27 weiter bis Dzilam de Bravo, hier treffen wir wieder auf die Mex 178. Fahren auf dieser Straße ein Stück und treffen wieder mal auf eine Polizeikontrolle. Nach den üblichen Fragen dürfen wir weiterfahren, biegen kurz danach links ab und auf einer Asphaltstraße geht es quer durch die Landschaft, an vielen Ranches vorbei, durch kleine Orte.

Erreichen den Ort Loche und fahren die Mex 295 hoch bis an den Golfo de Mexico in das Reserva Especial de la Biosfera Ria Lagartos, ein Nationalpark zum Schutz von rosa Flamingos, weißen Pelikanen und anderen Wasservögeln. Beim überqueren einer Brücke sehen wir plötzlich Krokodile unten im Wasser schwimmen. Hinter dem Ort Las Coloradas geht es auf einer Gravel-Road zwischen Golfo de Mexico und dem Estero Ria Lagartos weiter. Sehen eine große industriemäßige Salzgewinnungsanlage, viele rosa Flamingos, Pelikane und viele andere Wasservögel. Die erste Nacht verbringen wir rechte Seite der Straße am Ria Lagartos hinter einer Wasserpunmpstation, N 21.34358° W 87.51831°, mit Blick auf viele rosa Flamingos. Linke Seite der Straße befindet sich gleich der Strand am Golfo de Mexico, ein Schild weist auf das Reserva Especial de la Biosfera Ria Lagartos – auf die Eiablage der Meeresschildkröten- hin. Am nicht sehr breiten Strand, etwas oberhalb, sind die jetzt bereits leeren Nester mit roten Pflöcken (Zahlen) gekennzeichnet. Verlassen am nächsten verregneten Tag den Platz, fahren die Gravel-Road bis zum Ort Cuyo, danach wieder auf einer Asphaltstraße über den Ort Kantunikin in Richtung Mex 180 libre (frei) in den Bundesstaat Quintana Roo bis in die Stadt Cancun. In Cancun übernachten wir auf dem Parkplatz vor einem Walmart, N 21.08936 W 86.51573°. Die Nacht war recht ruhig, der neue Tag ist immer noch verregnet und bevor wir weiterfahren besuchen wir das La Gran Plaza Cancun, N21.08431° W86.51077°. Danach geht es zum RV Park Mecococo, 100 Pesos/Person und Auto, N 21.12717° W 86.48225°, Toiletten und kalte Duschen, Cabinas, Pool, free WiFi, Restaurante und sehr ruhig. Waschen unsere Wäsche, gehen schwimmen und genießen unsere Ruhe.

Fahren am vierten Tag weiter nach Playa del Carmen an die Riviera Maya um unseren Freund Joe, habe im ersten Beitrag ausführlich darüber berichtet, zu besuchen. Finden Joe und stehen jetzt vor seinem Grundstück, nicht weit entfernt vom Strand an der Karibik, vielen Hotels und der Fußgängerzone. Unsere Begrüßung ist herzlich, lerner seine nette Frau Nora kennen, können bei ihm Duschen, gibt uns Strom, WiFi, läd Axel zum Fußball sehen auf seinem Leptop ein, Bier trinken, zeigt uns Play del Carmen und nimm uns zu einer Pool-Party seiner deutschen Freunde, Daniel und Robert, mit. Lernen Manne’s Biergarten, Deutscher aus Berlin-Pankow, kennen und gehen am 02. Oktober zum Oktoberfest mit Maßbier und Schweinshaxe hin. Die Tage sind sehr heiß und schwühl, die Nächte kühlen nicht wirklich ab. Laufen fast jeden Tag in die pulsierende 3 km lange Fußgängerzone, die Quinta ( 5ta) Avenida von Playa del Carmen, das Herz der Reviera Maya. Einst Fischerdorf, heute trendig-lebhafter Badeort. Hier finden sich Souvenirläde, schicke Boutiquen, gestylte Restaurants, coole Bars, viele Straßencafes und Musikkneipen. Gehen den puderzuckerfeine Strand entlang, wo man alle Arten von Wasseraktivitäten betreiben kann. Viele Massagesalons befinden sich hier und Hotels mit Restaurants. Am vorletzten Tag, bevor wir wieder abreisen wollen, läd uns Joe (wir konnten ihm nicht wiederstehen) noch zu einer Segelbotfahrt ein. Zusammen mit Joe, Nora, seinem Cousin Ralf und dessen Frau Sybille genießen wir bei viel Sonne, ein paar Wolken, Bier und Schnorcheln die Segeltour. Nochmals vielen herzlichen Dank Ralf und Sybille, es war sehr schön. Die abwechslungsreichen Tage vergehen sehr schnell und wir wollen weiter, daher verabschieden wir uns wehmütig am darauf folgenden Tag herzlich von Nora und Joe, und bedanken uns nochmals für ihre Gastfreundlichkeit.

Zürück auf die Hauptstraße Mex 307, immer entlang am Mar Caribe steuern wir Xpu-Ha an, deutscher Platzwart Dirk,80 Jahre alt, 200 Pesos/Nacht, N 20.28299°               W 87.15501°, Toiletten, kalte Dusche, ohne Strom und Wasser. Stellen uns direkt neben einer Tortuga (Schildkröten) – Aufzugsstation mit Blick auf den Strand. Es gibt Restaurants und einen kleinen Laden (Tienda). Am Abend, im Dunkeln, haben wir das große Glück in der Aufzugsstation beim ausgraben der geschlüpften Tortugas behilflich zu sein. Wow! – Was für ein Erlebnis. Viele kleine Tortugas kommen mit unserer Hilfe aus dem halben Meter tiefen Nest. Im Behältnis wimmelt es nur so von vielen kleinen Tortugas, die sofort am Strand ins Wasser gelassen werden. Etwas benommen, schnell und manche in falsche Richtung laufend, aber sobald sie das Wasser erreichen schwimmen sie und sind sofort weg. Nutzen die Zeit zum Baden und am Strand spazieren zu gehen. Nach zwei Tagen geht es weiter, nicht ohne uns herzlich von Dirk und seiner Frau Vera zu verabschieden.

Die Mex 307 bringt uns bis Tulum, wo wir vor Chedraui, N 20.12651° W 87.21052°, eine weitere Nacht stehen bleiben. Am Morgen, nach einer ruhigen Nacht und ungestört, wieder zurück auf die Mex 307, fahren wir durch eine flache grüne Landschaft, kleine Dörfer und Orte bis nach Chetumal. Suchen MCDonalds,                 N 18.31162° W 88.19315°, WiFi, für eine Nacht auf. Verlassen nach einer etwas lauten Nacht aber ungestört am Morgen Chetumal in Richtung Palenque. Die Mex 186 bringt uns weiterhin durch eine grüne flache Landschaft und kleine Dörfer zurück in den Bundesstaat Campeche bis vor Ixpujil. Biegen links ab und fahren auf einer Gravel-Road durch den Dschungel in die Reserva de la Biosfera Calakmul, Mexicos gößtem Schutzgebiet im Bereich der Tropen, gelegene Maya-Ruine Hormiguero, Eintritt frei. Stellen uns auf den Parkplatz und bleiben hier zwei Nächte frei stehen. Die zwei hintereinander liegenden Ruinen sind sehr schön. Die erste große Ruine hat zwei Türme und beide sind mit Stuckzeichen verziert.

Zurück durch den Dschungel und wieder auf die Hauptstraße ist unser nächstes Ziel, die in der Reserva de la Biosfera Calakmul, 60 km entfernte Maya-Ruine Calakmul. Biegen von der Hauptstrape links auf eine Privat-Asphaltstraße, 51 Pesos/Person und 10 Pesos/Auto, ab. 20 Km weiter erreichen wir die Reserva de la Biosfera Calakmul, Eintritt: 61 Pesos/Person, fahren auf der Asphaltstraße durch den Dschungel bis kurz vor das Vistorcenter. Parken und gehen in den Nationalpark, Eintritt: 61 Pesos/Person. Die Maya-Stätte liegt weitläufig unter den Bäumen und erwacht langsam aus seinem Dornröschenschlaf. Die Archäologen sind noch an der Arbeit, graben, rekonstruieren und entdecken immer noch was Neues. Sehen viele Ruinen, die Estructura II ist 50 Meter hoch, mit Stuckmasken an den Wänden und Stelen am Fuß der Treppe. Etwas höher, 54 Meter, und damit die höchste der Pyramiden auf der Halbinsel Yucatan ist die Estructura I. Von oben haben wir einen herrlichen weiten Rundumblick über die Baumwipfel bis nach Guatemala und aus dem Urwald schauen die nahegelegenen weißen Bauten raus. Sehen während des Rundgangs große bunde Vögel am Boden zwischen den Bäumen und Monkeys über uns in den Bäumen. Unsere Beine sind müde, wir haben Durst und so verlassen wir den Nationalpark. Fahren zurück bis wir die Reserva de la Biosfera Calakmul verlassen haben und stellen uns rechts auf den großen Parkplatz frei vor dem Museum für eine weitere Nacht.

Ausgeruht geht es am nächsten Tag zurück auf die Mex 186. Hinter Escarcega dürfen wir an einer großen Pemex-Tankstelle, etwas Abseits der vielen Trucks, für eine Nacht stehen. Die Nacht war verregnet aber recht ruhig, fahren wieder in den Bundesstaat Chiapas bis kurz vor Palenque. Übernachten hier wieder hinter einer großen Pemex-Tankstelle. Am Morgen recht unausgeschlafen geht es zu Chedraui Lebensmittel einkaufen, durchfahren Palenque und weiter bis zum Abzweig Mex 307. An der Grenze zu Guatemala führt sie am Anfang immer noch durch eine flache grüne Landschaft. Später sehen wir von weitem Berge und die Straße windet sich in Serpentinen immer höher. Bei San Yaviel gabelt sich die Straße, fahren links 30 km bis kurz vor die Grenze zu Guatemala. Eintritt Lacandonen Cooperative 20 Pesos/Person. Bei Yaxcilian Escudo Jaguar, N16.49378 W 90.53139°, Strom und Wasser hinter dem Ticketbüro und mit Wiese und vielen Bäumen, links hinter dem Ticketbüro übernachten wir frei mit Blick auf den breiten Rio Usumacinta. Von hier aus kann man mit dem Boot die Grenze zur Guatemala passieren. Vor Yaxcilian Escudo Jaguar, auf der rechten Seite – in einem flachen weißen Gebäude befindet sich die Migracion, bezahlt seine Ein-/Ausreisegebühr 306 Pesos/Person in bar und erhält bzw. gibt die Touristenkarte (FMM) ab.

Gut ausgeruht, zurück auf die Mex 307, unterwegs durch die Berglandschaft erreichen wir nach mehren hundert Kilometern den Ort Tziscao am gleichnamigen See, 20 Pesos/Person. Stellen uns an den See neben dem El Hotel &, Cabanas Tziscao mit Stellplätzen, 50 Pesos/Person, free WiFi, heiße Duschen und Toiletten. Der Blick über den Lago Tziscao ist schön. Stehen hier allein und erholen uns von der Karibik. Die Temperatur beträgt hier gerade mal ca. 19° C am Tag. Gestern schien noch die Sonne und heute ist es bewölkt. Es ist sehr ruhig und nur wenige Touristen sind da. Nach zwei ercht verregneten und kalten Tagen beschließen wir weiter zufahren.

Da wir viel Zeit haben um nach Guatemala einzureisen, fahren wir noch einmal vor der Grenzstation La Mesilla ein paar Tage in das Centro Ecoturistico Lagos de Colon, Eintritt: 20 Pesos/Person. Die meisten Niederschläge auch außerhalb der Regenzeit fallen im Bundesstaat Chiapas und Tabasco, daher verbringen wir bei viel Regen, Sonne und Lesen noch eine schöne sowie ruhige Zeit. An Baden ist leider nicht zu denken, da der Lagos de Colon Hochwasser hat und die Strömung sehr stark ist.

Verlassen nach ca. einer Woche das schöne Flecken und fahren die selbe Strecke zurück bis zur Hauptstraße. Wollen nach ca. 30 Kilometer den gleichen Grenzübergang La Masilla/Guatemala – Las Champas/Mexiko, wie bei der Ausreise Guatemala nach Mexiko vor ca. drei Monaten nehmen.

 

 

 

 

 

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